Liebe Leserin, lieber Leser,

anbei findet Ihr wieder eine kleine Auswahl von Nachrichten vom afrikanischen Kontinent und Artikel ohne Afrika-Bezug, die ich aber auch äußerst lesenswerte finde. Der Pressespiegel enthält Berichte über:

  • Europas Einfluss auf eine afrikanische Energie-Initiative
  • G20: Experten fordern mehr als nur Entwicklungshilfe für Afrika
  • Afrikas Mittelklasse – nur leere Statistiken?
  • Afrika lehnt Europas dreckigen Diesel ab
  • Proteste in Tunesien um Teilhabe am Rohstoffreichtum
  • Chinas Investments in Afrika
  • Chinesische Unternehmen, die in die Industrie-Produktion in afrikanischen Staaten investieren
  • den Aufstieg afrikanischer Videospiel-Hersteller
  • wie Ugandas ehemalige Energie-Ministerin einen nachteiligen Rohstoffvertrag unterschrieb ohne ihn vorher zu lesen
  • Macrons Afrikapolitik

 

Ohne Afrika-Bezug:

  • warum Steuererleichterungen in Deutschland der falsche Weg sind
  • das Erstarken der Divestment-Bewegung
  • Zur Diskussion um die europäische Sparpolitik
  • Ein Interview über Trump und ein mögliches Amtsenthebungsverfahren: „Es riecht nach Behinderung der Justiz“
  • Ein Kommentar zu Cum-Ex-Geschäften: Ein riesiger Wirtschaftsskandal

 

Europa kapert Afrikas Energie-Initiative

Eigentlich sollten die afrikanischen Staaten selbst steuern, wie auf ihrem Kontinent eine klimaschonende Stromversorgung aufgebaut werden soll. Doch Brüssel und Paris haben gleich zum Start der Initiative das Ruder übernommen und ihre eigene Projektliste durchgeboxt.

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https://www.welt-sichten.org/artikel/32895/europa-kapert-afrikas-energie-initiative

G20: Experten fordern mehr als nur Entwicklungshilfe für Afrika

Wenn K.Y. Amoako an Afrikas Zukunft denkt, kommt ihm seine siebenjährige Enkeltochter in Ghana in den Sinn. In einigen Jahren wird auch sie auf den Arbeitsmarkt drängen. Ihr Großvater hofft, dass sich bis dahin einiges zum Guten verändert hat: „Ich hoffe, sie wird eine Wirtschaft erleben, die genug gut bezahlte Arbeitsplätze schafft. Ich hoffe, sie wird eine Wirtschaft sehen, die nicht mehr auf traditioneller Landwirtschaft und dem Abbau von Bodenschätzen basiert“, sagt Amoako, der frühere Chef der UN-Wirtschaftskommission für Afrika. „Ich hoffe, sie wird eine Wirtschaft vorfinden, die mit hochqualitativen Importen aus Europa konkurrieren kann.“

„Ich kann der EU Rohkakao verkaufen und sie wird darauf keine Zölle erheben. Wenn ich aber Schokolade nach Europa verkaufen will, muss ich 30 Prozent Importzoll bezahlen“, so Agyare … Sein Fazit: Man brauche ihm keinen Compact aus Deutschland anzubieten, wenn die G20 nicht ihre Handelspolitik änderte.

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http://www.dw.com/de/g20-experten-fordern-mehr-als-nur-entwicklungshilfe-f%C3%BCr-afrika/a-38801974

It’s time to lift the ideological haze in debates about Africa’s middle class

The middle classes in the Global South gained growing attention since the turn of the century, mainly through their rapid ascendancy in the Asian emerging economies. A side effect of the economic growth during these ‘fat years’ was a relative increase of monetary income for a growing number of households.

The ominous term was rising like a phoenix from the ashes to characterise this trend. It added another label to the packaging of a neo-liberal discourse. By emphasising the free market paradigm as creating the best opportunities for all, it suggests that everyone benefits from a laissez-faire economy.

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http://theconversation.com/its-time-to-lift-the-ideological-haze-in-debates-about-africas-middle-class-76365?utm_source=twitter&utm_medium=twitterbutton

Afrika lehnt Europas dreckigen Diesel ab

Bisher profitierten europäische Firmen von niedrigen Standards für Kraftstoffe in Afrika. Der Schwefelgehalt des exportierten Diesels lag weit höher als in Europa. Ghana und Nigeria verschärfen jetzt ihre Bestimmungen.

Drei Jahre lang hat Public Eye in acht afrikanischen Staaten die Kraftstoffe untersucht, die an Tankstellen verkauft werden. Die Schweizer Nichtregierungsorganisation fand Alarmierendes: Bei zwei Dritteln der Proben lag der Schwefelgehalt 150-fach über dem europäischen Grenzwert.

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http://www.dw.com/de/afrika-lehnt-europas-dreckigen-diesel-ab/a-38653138

Unruhen in Tunesien Es ist wieder Frühling

Bürgerproteste weiten sich aus. Aber nicht alle Soldaten wollen gemäß dem Wunsch des Präsidenten dagegen vorgehen.

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http://taz.de/Unruhen-in-Tunesien/!5408802/

 

China doubled its investment spend in Africa in 2016 as US and UK fell

But amid the uncertainty, China is poised to take advantage and strengthen its influence on the continent. That much was clear last year as Foreign Direct Investment (FDI) from China to Africa grew sharply with a 106% rise in projects, according to Ernst & Young’s Attractiveness Program Africa 2017. In comparison, FDI projects by the US and UK fell 5.2 and 46.8% respectively.

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https://qz.com/978419/china-influence-has-an-investor-in-africa-grew-in-2016/

African video game makers are breaking into the global industry with their own stories

Two years later, emboldened by the support from fans, he co-founded Kiro’o Games: Cameroon’s first ever game studio in Cameroon and one of only a handful across the world to produce an African-themed mythical video game. After a successful Kickstarter campaign, the studio released Aurion in April 2016 via the global distribution platform Steam. The studio, which has also hired 18 more artists and programmers, hopes to go further and place itself as a hub for creating innovative cultural products like comics, cartoons, and also films.

Weiter:

https://qz.com/974439/african-video-game-makers-are-breaking-into-the-global-industry-with-their-own-stories/

Bbumba: I Signed $157M Tax Waiver to Oil Company Without Reading Agreement

From TJN’s Department of ‘You Couldn’t Make This Up’: the East African press is reporting that Uganda’s former Energy Minister, Syda Bhumba, has confirmed that she signed a tax waiver agreement with UK company, Tullow Oil, without reading the document. The waiver, which exempted both income and capital gains from tax, is being disputed by the Uganda Revenue Authority on the grounds that she had no authority to sign such a waiver since authority in this area lies with the Finance Minister.

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http://www.taxjustice.net/2017/05/10/bbumba-signed-157m-tax-waiver-tullow-without-reading-agreement/?utm_content=buffer74ac2&utm_medium=social&utm_source=twitter.com&utm_campaign=buffer

Macrons Afrikapolitik: Zu früh gefreut

Sowohl le Pen als auch Macron bekennen sich zu dem Ziel, die Entwicklungshilfe auf 0.7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu steigern. Beide lehnen weder Militärbasen noch französische Einsätze grundsätzlich ab, mit denen der Terrorismus bekämpft werden soll. Und beide dreschen die üblichen Phrasen über den Chancenkontinent.

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https://jonasgerding.com/2017/05/09/07-zu-frueh-gefreut/

 

Artikel ohne Afrika-Bezug:

Der Staat ein Wegelagerer?

Auch in der aktuellen Ausgabe zur OECD-Studie „Taxing Wages 2015-2016“ steht Deutschland mit seinen Steuern und Sozialabgaben auf den vorderen Plätzen. Die Medien basteln daraus alte Klischees, die sich aber auf den zweiten Blick empirisch nicht bestätigen lassen.

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https://makroskop.eu/2017/05/der-staat-ein-wegelagerer/

Energie – Keine Kohle im Fußballstadion

Die Divestment-Bewegung plant weltweite Aktionen um den Fossil-Ausstieg voranzutreiben. Versicherer Axa macht Ernst

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http://www.fr.de/wirtschaft/energie/energie-keine-kohle-im-fussballstadion-a-1273042

 

Alle können nicht Sparer sein

Das könnte man leicht daran überprüfen, dass man sich fragt, wie denn mikroökonomisch fundiert das Sparverhalten der verschiedenen Länder auf der globalen Ebene in Übereinstimmung gebracht werden kann. Schließlich wissen wir wieder ganz genau aus der Saldenmechanik (und dem gesunden Menschenverstand, nicht zu vergessen), dass es für die Welt insgesamt keine Möglichkeit gibt, in dem oben genannten Sinne zu sparen, also weniger auszugeben als einzunehmen. Das Sparen der Welt ist immer genau gleich Null. Das hat eine furchtbare Konsequenz für die Mikrofundierung der Neoklassik.

Denn hätten alle Länder der Welt den Wunsch, Sparer zu sein, um auf diese Weise für die Zukunft vorzusorgen (so wie das in Deutschland ja mit vollem Ernst als Grund für die Überschüsse vorgetragen wird), müssen wir ihnen aufgrund unserer Fähigkeit, logisch zu denken, mitteilen, dass das leider unmöglich ist. Alle Eichhörnchen dieser Welt können Nüsse zurücklegen, alle Länder können auf diese Weise nicht vorsorgen.

Weiter:

https://makroskop.eu/2017/05/sind-keynesianismus-und-neoklassik-antipoden-1/

 

Interview mit Elizabeth Drew „Es riecht nach Behinderung der Justiz“

Auch Landwirtschaftsminister Sonny Perdue brachte Trump eine Karte mit. Er wollte zeigen, dass beim Ausstieg aus dem Nafta-Abkommen vor allem Bundesstaaten leiden, in denen Republikaner regieren. Man denkt sich: „Er ist US-Präsident, er sollte das wissen.“

Er weiß gar nichts, weder wie man regiert, noch welche Themen wichtig sind. Alles ist learning on the job. Auch als Unternehmer war er es nicht gewöhnt, mit Kritik umzugehen: Die Trump Organization hat ja keine Aktionäre – sie bestand aus ihm und seiner Familie. Im Weißen Haus brüllt er offenbar jeden an, der schlechte Nachrichten überbringt. Oft wird dann Schwiegersohn Jared vorgeschickt, weil er den nicht feuern kann.

Er wirkt einsam, vielleicht wird es besser, wenn Mrs. Trump im Sommer nach Washington zieht. Sein Verständnis von Regierungsarbeit ist primitiv, und ich denke, dass er Putin und Erdoğan bewundert, weil die in ihren Ländern so viel durchsetzen.

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http://www.sueddeutsche.de/politik/interview-zur-us-politik-es-ist-zu-frueh-1.3504391

 

Kommentar zu Cum-Ex-Geschäften: Ein riesiger Wirtschaftsskandal

Die Rendite der Banken ging auf Kosten aller Steuerzahler. Diese Erkenntnis aus dem Cum-Ex-Skandal darf nicht mit der Legislaturperiode enden.

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http://taz.de/Kommentar-zu-Cum-Ex-Geschaeften/!5403988/

 

 

 

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