Gestern lief in der ARD eine sehr gute Doku über das Thema freier Handel. Im Mittelpunkt standen die Fragen: Ist freier Handel für alle gut? Und wie frei ist der Handel tatsächlich?

Die Dokumentation zeigt, wie die EU im Welthandel trickst, täuscht und droht.

„Während wir uns als Exportmeister feiern, zerstört der freie Handel immer auch Existenzen. Bei uns und auch anderswo.“ Festgestellt wird: Deutschland hat seinen Titel als Exportweltmeister durch geringe Löhne, d.h. auf Kosten deutscher Arbeitnehmer, und mithilfe eines unterbewerteten Euros erreicht.

Ab der Hälfte der Doku wird es dann richtig spannend (nach einer viel zu langen Szene über eine Amerikanerin, die für den Kauf amerikanischer Produkte wirbt):

Wichtig ist auch die Feststellung: „Was sich die EU gönnt, nämlich Strafzölle [zum Schutz der europäischen Industrie], gewährt sie anderen Ländern nicht“. (ab Minute 26:40)

„Wir haben doch keine Chance. Wir brauchen erst Zeit, um unsere heimische Wirtschaft aufzubauen. Dann können wir unsere Märkte für die Welt öffnen“, so eine Aktivistin aus Kamerun.

Anschließend wird noch der Protektionismus während des Industrialisierungsprozesses Deutschlands beleuchtet: „Dabei sind wir Deutschen, wie alle Industrienationen, erst groß geworden, weil wir uns anfangs selbst gegen die Konkurrenz von draußen massiv geschützt haben. Nur verschweigen wir das gerne. Ohne Protektionismus wären wir nie zur Industrienation geworden.“

„Ganz ohne Protektionismus ist Handel niemals fair“.

Hier geht es zum Video in der ARD-Mediathek: Die Story im Ersten: Spiel ohne Grenzen

Hier auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=csWk1YNLuw8

Für Hintergrundinfos siehe folgende Artikel: https://zebralogs.wordpress.com/tag/freihandel/

Werbeanzeigen