Wir beuten das Boot auf dem wir alle leben bis zum letzten aus.
Wir beuten die Menschen im Maschinenraum dieses Bootes kolonial und neokolonial aus und rauben ihnen ihre Lebensgrundlagen an Land, Rohstoffen und Arbeitskraft. Verschmutzen ihre Umwelt, ihr Wasser und ihre Luft für unsere Handys und Autos, beuten ihre Fischbestände für unser Billigessen aus. Sind für das größte Artensterben seit Jahrtausenden verantwortlich.
Wir überfluten den Maschinenraum mit Waffen, auf das sich die Geknechteten selbst abknallen.
Wir drängen ihnen Handels-, Steuer- und Investitionsabkommen auf, damit der Maschinenraum auf ewig Maschinenraum bleibt.
Doch wenn ein paar hunderttausend der Geknechteten aus dem verschmutzten, keine Perspektiven bietenden Maschinenraum auf das Sonnendeck unseres Bootes kommen, brüllen wir stumpf und dumm: Das Boot ist voll! Geht zurück ins Elend! Ersauft im Mittelmeer! Und reden dabei von Menschenrechten und christlichen Werten …

Es wird gern von den „Grenzen der Integrationsfähigkeit unserer Gesellschaft“ gesprochen. Aber kaum einer spricht noch über Grenzen der Ausbeutung, Grenzen der Umweltzerstörung und der Klimakatastrophe.

Empört euch, wenn ihr die Schnauze voll habt von dieser Scheinheiligkeit und Doppelmoral!

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