Eine ZDF-Doku erklärt wie deutscher Weizen und europäische Agrarprodukte die Produktion in afrikanischen Ländern zerstören. Europäische Subventionen machen bei einigen deutschen Landwirten 40% des Gewinns aus. Dies führt dazu, dass ihr Weizen unter dem eigentlichen Herstellungspreis auf dem Weltmarkt verkauft wird – also zu Dumpingpreisen. Ebenso führen die Subventionen zu einer Überproduktion. 40% der Weizenproduktion Deutschlands werden exportiert. Und ein Viertel aller Exporte gehen nach Afrika.

Die deutschen Weizenexporte sind dort günstiger als einheimische Getreide- und Mehlsorten. Und weil Importe günstiger sind als die einheimischen Waren, gehen Betriebe bankrott, die einheimische Waren herstellen.

Francisco Mari, Agrarexperte von Brot für die Welt erklärt in der Doku: „Alles, was die Produktion in afrikanischen Ländern steigern würde, lohnt sich nicht, weil es keinen Markt gibt [für die afrikanischen Produkte]. Nur wenn man in größere Produktion investieren würde, würden die Preise für afrikanische Güter sinken“. Afrika müsste also erst die Märkte für europäische Agrargüter schließen, in die eigene Produktion investieren, damit die Preise sinken können und die eigenen Güter wettbewerbsfähig sind gegen europäische Importe. Das jedoch will die EU nicht, die stattdessen für Freihandelsabkommen mit afrikanischen Staaten plädiert. Auch ein örtlicher Produzent sagt: „Wir brauchen flexible Zollschranken, die einem Land die Zeit geben aufzuholen.“

Baba Ngom, Agrarexperte aus dem Senegal sagt, dieser Wettbewerb zwischen EU-Agrarimporten und einheimischen Produkten sei, „als stellten sie jemandem auf einem Fahrrad gegen einen Geländewagen an die Startlinie. Es ist nicht fair“.

Hier geht es zur Doku: https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-der-wahnsinn-mit-dem-weizen-100.html

Weitere Artikel zum Thema Freihandel gibt es unter folgendem Link: hier.

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